Ein Licht durchbohrte seine Dunkelheit. Er sah sich langsam um. Mülltonnen. Eine breite und schmutzige Mauer stand vor seinen Augen. Wo war er? Er versuchte aufzustehen aber ein stechender Schmerz erinnerte ihn an seine Wunde.
War es nicht sein Arm gewesen? Seine Kleider waren mit getrocknetem Blut verschmiert, das bis zum harten Boden geronnen war. Nicht schon wieder. Das war eine der letzten Bars gewesen in der er noch nicht Hausverbot hatte. Er sah sich um. Seine Gedanken begannen in seinem Gehirn herum zu schweben. Er war noch am Leben.
Noch ein Versuch fehlgeschlagen. Warum musste es so sein? Warum konnte er nicht den Mut auftreiben, um sein Leben zu beenden? Er hatte schon so oft darüber nachgedacht; erfolglos. Jeder Mensch besitzt die Fähigkeit sich dem Tod entgegen zu setzten; so etwas kann ziemlich anstrengend sein, wenn man versucht zu Sterben. Er hatte es geschafft zu überleben. Aber wie? Sein Zustand war erschreckend.
So gut es ging, richtete er sich auf und versuchte aus der schmalen Gasse herauszukommen. Sein Bein bereitete ihm höllische Schmerzen. Höllische Schmerzehn. Der Gedanke zwang ihm zum Lächeln. Er hatte keine Ahnung. Er war dort gewesen, er hatte es gesehen; aber nachempfinden konnte er sie nicht. Das einzige was er verspürt hatte, waren Magenkrämpfe. Sie waren die ersten „Toten“, die er jemals gesehen hatte. Die Hauptstraße war schon zu sehen. Es war ein sonniger Tag, voller Freude und Glück. Aber nicht für ihn. ER wagte ein paar Schritte nach vorne und verschwand in der Menschenmenge.
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